kiefer
Die Wald-Kiefer ist Baum des Jahres 2007
Die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris L.), regional auch Kienbaum, Föhre oder Forche genannt, ist eine der schönsten immergrünen Baumarten – wenn sie sich frei entwickeln darf, nicht eingezwängt zwischen anderen Kiefern. Zudem ist sie seit langer Zeit der „Brotbaum“ der norddeutschen (und ost-/nordeuropäischen) Forstwirtschaft. Ihre Verbreitung ist durch den Menschen großflächig gefördert worden; von Natur aus ist sie dagegen konkurrenzschwach und ständig auf der Suche nach einer Nische – ein wahrer Überlebenskünstler also.
Woran erkennt man die Wald-Kiefer– was ist für sie charakteristisch?
| Für viele Menschen vor allem Norddeutschlands und -europas gibt es nichts Schöneres als Kiefern unter blauem Himmel: Diese Baumart kann ihre ästhetischen Highlights – die junge fuchsrote Rinde, das Grün der Nadeln, der Hauch japanischer Gärten – vor blauem Himmel richtig ausspielen. Typisch für die Wald-Kiefern sind ihre sehr variablen Kronen, zumindest wenn die Bäume nicht in gleichaltrigen, in Reihen gepflanzten Reinbeständen aufwachsen müssen. Das Individuelle jeder einzelnen Kiefer kommt am besten bei freierem Stand zum Tragen. Kein Wunder, dass viele Künstler diese Baumart auf Papier oder Leinwand gebannt haben. Der würzige, einzigartige Geruch von Kiefernwäldern, vor allem wenn irgendwo frisch geschlagenes Holz liegt, kann Balsam für den gestressten Stadtmenschen sein. Ich empfehle ein Familien-Picknick unter Kiefern an einem warmen Frühlingstag. Wenn dann der Moment kommt, wo man sich mit dem Rücken auf die Picknickdecke legt und einfach nach oben schaut, riecht und horcht… Bei Wind erzeugen Kiefernkronen ein helles Rauschen, das keine andere heimische Baumart zustande bringt. Oder man fühlt die abgefallenen Nadeln und Zapfen, streicht mit der Hand über die Rinde… |
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| Breitkronige und schlankkronige Kiefern. Da gibt es eindrucksvoll breitkronige und schlankkronige Kiefern. Wo im Winter regelmäßig viel und/oder nasser Schnee fällt, sind schlankkronige, von weitem fast wie Fichten aussehende Bäume häufiger, denn bei breitkronigen brechen dann die Äste ab. Natürlich spielen für die Kronen- und Stammform auch die Standort- und Bestandesverhältnisse eine Rolle: Bei Dichtstand werden die Kronen schlanker als bei freierem Aufwachsen, auf ärmeren Standorten sind die Bäume krummstämmiger, die Kronen unregelmäßiger. Windflüchter An der Küste und im Hochgebirge werden die Kronen bei ständigem Wind- und Sturmeinfluss zu Windflüchtern, da sie dann einseitig abflachen. Die Kiefer mit den meisten Fernsehauftritten dürfte wohl ein solcher Windflüchter am Leuchtturm auf Hiddensee sein – er erscheint fast jeden Abend um 19:55 Uhr beim Wetterbericht des NDR-Ostfernsehens im Hintergrund. windflüchter-Kiefer auf Hiddensee Foto: A. Roloff |
ca. 350 Jahre stehen sie in Möhrendorf bei Erlangen Foto: U. Conrad |
Alter
Das Alter von Bäumen kann man auf verschiedene Weise feststellen am sichersten, wenn man den Zeitpunkt z.B. einer Pflanzung kennt. Dann kann man Jahrringe zählen = pro Ring ein Jahr (das macht man z.B. am Stubben eines gefällten Baumes oder an einer Baumscheibe) und man kann sich eine jüngere Wald - Kiefer mal etwas genauer ansehen. Das Alter jüngerer Kiefern lässt sich leicht an den Astquirlen ablesen, denn davon wird jedes Jahr nur einer gebildet. Da die Astansätze auch nach dem Absterben der Äste noch lange am Stamm verbleiben und danach gut sichtbare Narben hinterlassen, ist es möglich, das Alter 50 Jahre und mehr zurückzuzählen (und damit auch den Höhenzuwachs zu rekonstruieren). Jüngere Kiefern besitzen die besondere Eigenart, dass Wipfeltriebe und Seitenäste senkrecht wachsen. |
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zwei-nadelig, Foto KBJ |
BlätterDie Blätter und ihre Form sind oft sichere Bestimmungsmerkmale von Laubbaumarten – kann man an ihren „Blättern“ auch Kiefern unterscheiden und was kann man an den Nadeln noch erkennen? Da selbst der gute Naturbeobachter Goethe die Kiefern als Fichten bezeichnete, nun das wichtigste Erkennungsmerkmal. Die 4-8 cm langen, blau- oder graugrünen Nadeln stehen immer zu zweit an den Zweigen - genau genommen nicht an den Zweigen, sondern an ganz kurzen, unterentwickelten seitlichen Kurztrieben: Zwischen den beiden Nadeln, tief in der Achsel versteckt, gibt es eine Knospenanlage. Sie wird, wenn alles gut geht, nie zur Entfaltung kommen. Wenn die Nadeln aber durch Schnitt, Fraß o.ä. beschädigt werden, wird diese Knospe aktiviert, treibt aus und ersetzt die beschädigten Nadeln. Es gibt noch weitere zweinadelige Kiefernarten (z.B. Schwarz- und Berg-Kiefer), andere haben 3 oder 5 Nadeln am Kurztrieb, oder sogar nur eine. Für die ersten 1-2 Jahre ihres Lebens tragen kleine Kiefern übrigens noch einzeln stehende Nadeln, die nicht an Kurztrieben sitzen. Dann findet die "Verwandlung" statt und alle weiteren Nadeln befinden sich zu zweit an den Kurztrieben. Diese Nadeln werden, für einen Nadelbaum bemerkenswert, nur 2 bis 3 Jahre alt (in kalten Regionen und in hohem Alter können es auch bis zu 8 Jahre sein, bei Immissions- oder starkem Trockenstress nur 1-2 Jahre). Es ist also normal, dass die Nadeln schon im dritten Jahr abfallen. Die Zahl der Nadeljahrgänge ist ein Kriterium, mit dem sich die Vitalität einer Kiefer beurteilen lässt: wenn sie die Nadeln nur ein Jahr lang behält, muss ihr irgendein Stressfaktor zu schaffen machen. |
Blüte, Bestäubung / SchwefelregenDie Blüten der Kiefer sind, wie für Nadelbäume üblich, unauffällig. Sie müssen ja keine Insekten anlocken, sondern werden vom Wind bestäubt.
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Blüten: oben männlich unten ,weiblich Foto: A. Roloff |
Samen, Foto: A. Roloff "Kienappel"/Zapfen, Foto KBJ |
Kiefernsamen / KienäppelnNun blühen sie schon im Mai aber richtig los geht es erst viel später, aber dann massenweise. Haben Sie schon mal etwas von Kienäppeln gehört?Der Prof erklärt Ihnen diese „Apfelsorte“ und Sie erfahren etwa über den Verbreitungsmechanismus der Kiefernsamen – ganz schön clever... über den Verbreitungsmechanismus der Kiefernsamen Die Befruchtung erfolgt erst im Frühjahr des Folgejahres, die Zapfen reifen deshalb nicht vor dem Herbst des zweiten Jahres. Reichlich Samen, eine sog. Vollmast mit bis zu 1.000 Samen auf dem Quadratmeter, gibt es alle 5-10 Jahre, dazwischen jedes Jahr geringere Mengen – aber immer noch größere als bei den meisten Laubbäumen. Samen und Zapfen Die eiförmigen, 3 bis 6 cm großen Zapfen ("Kienäppel) entlassen die Saat also erst im Spätwinter und Frühjahr zwei Jahre nach der Blüte. Bei Lufttrockenheit öffnen sich die Zapfen ein wenig und erste Samen fallen heraus. Wenn die Luftfeuchtigkeit zunimmt (nachts und bei Regen), schließen sich die Zapfen wieder etwas. So geht das wochenlang hin und her, die Samen fallen daher nicht alle auf einmal heraus, sondern über einen längeren Zeitraum verteilt. Irgendwann in diesem Zeitraum herrschen günstige Verbreitungsbedingungen; die Samen werden mit ihrem 2 cm langen Flügel dann bis zu 2 km weit vom Wind verfrachtet. Wenn man an einem sonnigen Frühlingstag unter einer Kiefer sitzt, kann man es knacken hören (das sind die sich öffnenden Zapfen), und kurz darauf sieht man einige Samen davonsegeln. Der leere Zapfen fällt schließlich als ganzes ab. Eine 100jährige Kiefer produziert jährlich etwa 1.600 Zapfen. Es gibt übrigens auch Kiefernarten (vor allem in Nordamerika), deren Zapfen sich erst bei starker Erhitzung öffnen. Das ist eine clevere Anpassung an die in diesen Regionen häufigen Waldbrände: Die Samen fallen ins Aschebett und haben ideale Keimungsbedingungen. |
RindeDie Wald-Kiefer ist bekannt für ihre fuchsrote Spiegelrinde, ein schönes Unterscheidungsmerkmal zu anderen Kiefernarten (in Ungarn wird die Kiefer deshalb auch Karottenbaum genannt). In mittlerem Alter entwickelt sich unterhalb der Krone eine glatte, matt glänzende, in Orange- und Rottönen leuchtende Rinde, die in höherem Alter immer dicker und schließlich am unteren Stammabschnitt braungrau wird und schuppig aufreißt. WurzelnBemerkenswert sind auch die Pfahlwurzeln von Kiefern, die bis in 8 m Tiefe reichen können; die Seitenwurzeln können 16 m lang werden. Dementsprechend verankert und sturmfest sind die Bäume. |
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Höchstalter
Das Höchstalter der Kiefer beträgt 500, in Einzelfällen auch bis 1.000 Jahre
(dokumentiert in Lappland). Sie kann fichtenschlank 48 m hoch werden (oder ein kaum mannshoher Zwerg bleiben) und einen maximalen Durchmesser von 1,50 m erreichen. Wenn Sie vor so einer dicken Kiefer mit breit ausladender Krone stehen, werden Sie sich ehrfürchtig verneigen (hoffe ich zumindest).
FamilieDie Botaniker teilen ein in eine Hierarchie der Taxone (Sippen) – sie bilden Rangstufen, die das jeweilige Verwandtschaftsverhältnis charakterisieren. Kiefern gehören zur Familie der Kieferngewächse.
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Ökologie und VorkommenWorin liegt die Stärke der Waldkiefer?Kiefern sind konkurrenzschwach. Der Grund dafür ist ihr sehr hoher Lichtbedarf, schon in der Jugend. Die Stärke dieser Baumart liegt daher in der Besiedelung von Freiflächen und Extremstandorten sowie Katastrophenflächen, z.B. nach Waldbränden. Pionierbaumart Man bezeichnet sie deshalb als Pionierbaumart (wie auch die Birke). Hier hat die Kiefer freie Bahn und kann mit ihren Millionen von Samen richtig loslegen – mit der Folge von großflächig gleichaltrigen Reinbeständen. Solche Reinbestände sind in der Natur aber meist nur ein Durchgangsstadium, bis andere Baumarten die Kiefern verdrängen. Ganz anders ist es, wenn der Mensch durch Pflanzung nachhilft und gleichaltrige Reinbestände zum Dauerzustand werden, denn dies hat negative Folgen: Die Nadeln werden nur unvollkommen zersetzt und bilden eine immer dicker werdende Schicht auf dem Waldboden, so dass sich der Standort verschlechtert und versauert. Insbesondere das Schädlingsrisiko steigt dann an. Bei naturnaher Waldbewirtschaftung werden solche Kiefernreinbestände in stabilere Mischbestände "umgebaut", d.h. es werden Laubbaumarten wie Eichen oder Buchen hineingepflanzt. Extremstandorte - Überlebenskünstler Am besten wächst die Kiefer wie die meisten Baumarten auf Standorten mit gutem Wasser- und Nährstoffangebot. Dauerhaft hat sie in Deutschland aber nur auf Extremstandorten eine Chance, z.B. auf sehr armen, trockenen Sandböden, auf Felsen oder an Moorrändern. Nicht weil sie sich dort besonders wohl fühlt, sondern weil sie nur hier konkurrenzstärker ist als andere Baumarten. Kiefern können die reinsten Überlebenskünstler sein: Keine andere Baumart kommt mit so wenig Wasser und Erde aus. In Felsritzen z.B. entwickelt sie einen bonsaiförmigen Habitus und ist im Alter von 50 Jahren vielleicht gerade mal 50 cm groß. |
Krankheiten und Schädlinge
Harz als NotfallapothekeDie Wald-Kiefer wird aufgrund ihres riesigen Verbreitungsgebietes und ihres häufigen Vorkommens auf trockenen Standorten von einer Vielzahl von Schädlingen gebeutelt, so dass sie in Büchern über Baumkrankheiten regelmäßig die meisten Seiten einnimmt. Nadeln, Rinde und Holz enthalten aber sehr viel Harz, eine Art Notfallapotheke gegen die Schädlinge.
Der schon erwähnte massive Nadelfraß wird z.B. durch die Raupen von den Schmetterlingen Nonne, Kiefernspanner, -spinner, -schwärmer und Forleule verursacht. Er kann zum Absterben des Baumes, im Extremfall ganzer Waldbestände führen. In Mischbeständen und an natürlichen Kiefernstandorten treten diese Probleme seltener auf.
In feuchten, windstillen Lagen kommt es in jungen Reinbeständen häufig zur Kiefernschütte, einem pilzbedingtem massiven Nadelfall. Findet man hingegen Nadelverfärbungen vor, so lassen sich diese oft gut dem Mangel an bestimmten Nährstoffen zuordnen.
Für Holz- oder Wurzelfäulen sind verschiedene Pilzarten verantwortlich, z.B. Kiefern-Baumschwamm, Kiefern-Braunporling, Krause Glucke, Hallimasch und Wurzelschwamm.
Als Kienzopf bezeichnet man das Absterben des Wipfels durch den Kiefernrindenblasenrost – das dann entstehende, harzreiche „Kienholz“ wird noch heute gern als (leider stark rußender) Kaminanzünder verwendet. Triebverkrümmungen („Posthornbildung“) kommen durch den pilzbedingten Kiefern-Drehrost oder den Kiefernknospentriebwickler zustande: Durch ungleiches Wachstum verschiedener Triebseiten verkrümmen sich die Sprosse und richten sich am Ende wieder auf – das kann ganz schön merkwürdig aussehen. Zu Hexenbesen in der Krone (miniaturisierte Verzweigungen) kann es durch Knospenanomalien kommen. Dazu gibt es in Westfalen die Sage, dass darunter so tief wie der Hexenbesen hoch in der Krone hängt, im Boden ein Schatz vergraben liegt… Als Zapfensucht bezeichnet man eine Mutation, durch die männliche Blüten und weibliche Zapfen am Zweig vertauscht sind, so dass sich an einem Zweig bis zu 250 Zäpfchen entwickeln können.
Die Kiefern-Mistel ist eine Unterart der Mistel, die nur auf Kiefern auftritt. Sie kann einzelne Äste schädigen, bei massivem Befall zum Absterben ganzer Bäume führen.
Kiefern gelten als sehr empfindlich gegenüber Schwefeldioxid und Streusalz, sind dafür aber sehr dürre- und frosthart.
| Foto: Atelier G. Wallner, 83376 Truchtlaching |
NutzungHolz Das dekorative Holz der Kiefer ist seit langer Zeit sehr beliebt. Es zeigt einen warmen Farbton, kann jedoch beim Nachdunkeln auch etwas "laut" werden durch die auffälligen Jahrringe, weil sich das dünnwandige helle Frühholz deutlich vom dickwandigen dunklen Spätholz im Jahrring absetzt. Der dunklere Kern unterscheidet sich klar vom helleren Splint. Das Kernholz ist ziemlich dauerhaft, da pilzresistent. Gerade, astfreie Stammabschnitte lassen sich zu Furnier verarbeiten. Kiefernholz wird als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich verwendet für Schiffsdecke, Rammpfähle, Schwellen, Gartenmöbel und für Türen, Türrahmen, Fenster, Treppen, Fußböden und Möbel. Früher wurden auch Wasserleitungen daraus hergestellt. Kienspäne verwendete man zum Erhellen der Stuben: Kiefernholz wurde in etwa 3 mm dicke und 4 cm breite Steifen gespalten, die im Mund gehalten wurden(!), wenn man für sie keine Halterung besaß, und eine Viertelstunde für Licht (und im Moment der Nachlässigkeit für einen Brand!) sorgten. Oder man schnitt fingerdicke harzgetränkte Stäbe aus Kiefernholz, die als Fackeln 1 bis 2 Stunden brannten (und fürchterlich rußten). Dieser Kienruß war wertvolles Kiefernholz-Produkt zum Herstellen schwarzer Ölfarbe, von Tusche, Druckerschwärze und Schuhcreme. Harz und Nadeln Lange Zeit war die Harznutzung eine wichtige Verwendungsform. Schon der Begründer der Homöopathie HAHNEMANN berichtete 1793 von der medizinischen Bedeutung des Harzes. Seit dem 1. Weltkrieg bis Anfang der 1990er Jahre wurden die Stämme vieler Kiefern etwa 10 Jahre vor der Fällung nach Entfernen der Rinde an einer Seite fischgrätartig angeritzt. Dann tritt im Frühjahr das flüssige Harz aus, und man kann es in darunter gehängten Töpfchen auffangen, 1-4 kg je Baum im Jahr. Harz ist Grundstoff für Terpentin(öl) und Kolophonium. Ersteres wird genutzt für Kosmetika, Lacke und Anstreichmittel, letzteres für Lacke, Papier, Leime, Linoleum, Geigenbogenharz und Kaugummi (also doch noch etwas für den Geschmackssinn…). Aus den Nadeln kann man Matratzen- und Kopfkissenfüllungen als "Waldwolle" herstellen – Sie können sich denken, dass man dazu ein paar Tricks kennen muss (sonst wird das nichts mehr mit der Nachtruhe). |
Weihnachtsbaum
Im östlichen Nordamerika ist die Föhre der beliebteste Weihnachtsbaum – eins der wenigen Dinge, die sich von dort (noch?) nicht bei uns verbreitet haben.
sonstiges Wissenswertes
Deutsche Name KieferDer deutsche Name Kiefer ist erst im 15. Jahrhundert aus der Zusammensetzung der Wörter "Kien" (= harzreiches Holz) und Föhre entstanden. Martin Luthers Bibelübersetzung gilt als frühestes schriftliches Zeugnis, in dem die Kiefer Erwähnung findet (in JESAJA 41, 19).
Vielleicht benutzen auch Sie munter die Wörter Kiefernhöhlen, Kiefernorthopäden und Kiefernchirurgen. Diese Begriffe haben natürlich mit dem Kiefer beim Menschen zu tun – doch oft werden sie falsch mit dem "n" in der Mitte gesprochen oder gar, auch von den Berufsvertretern und -verbänden selbst, so geschrieben… Die Mehrzahl von dem Kiefer heißt aber Kiefer (ohne „n“)! Da könnte im Jahr der Kiefer mal etwas korrigiert werden…
Verfasser des Textes: Prof. Dr. Andreas Roloff, TU Dresden / Tharandt
Stellvertretender Vorsitzender des KBJ
